Hamburg will künstlichen E-Auto-Sound verbieten

Hamburg will künstlichen E-Auto-Sound verbieten
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Arun Niemann
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Viele E-Autos erzeugen inzwischen künstlich erzeugte Verbrennersounds, um bei Fahrzeugbesitzern das gewohnte Klangerlebnis früherer Autos zu simulieren. Dies ist Hamburgs rot-grüner Koalition jedoch ein Dorn im Auge und SPD-Verkehrspolitiker Ole Thorben Buschhüter bringt die eigene Position mit der Aussage „Technischer Fortschritt sollte Verkehrslärm reduzieren und ihn nicht künstlich wieder zurückholen“ auf den Punkt.

Vor allem in dicht besiedelten Städten wie Hamburg sei es demnach schließlich ein Gewinn, wenn der Lärm auf den Straßen durch den Umstieg auf E-Mobilität verringert werden könne. Wichtig klarzustellen ist hier, dass es der Initiative nicht darum geht, die gesetzlich vorgeschriebenen Warngeräusche bei niedrigen Geschwindigkeiten zu verbieten. In der EU gibt es schon seit 2021 ein verpflichtendes AVAS-System, durch das alle neu zugelassenen E-Autos bis zu einer Geschwindigkeit von 20 km/h einen Ton erzeugen.

Das Verbot soll auf Bundesebene umgesetzt werden

Stattdessen will man zusätzlichen, künstlichen Motorsound verhindern, der keinen anderen Zweck verfolgt, als den Charakter eines Verbrenners zu simulieren. „Diesen unnötigen Lärm wollen wir bundesweit unterbinden“, so Buschhüter. Dafür wurde von der rot-grünen Koalition bei der Bürgerschaftssitzung am 16. September ein entsprechender Antrag beschlossen.

Dieser fordert den Hamburger Senat dazu auf, sich auf Bundesebene für ein solches Verbot einzusetzen. Demnach ist kein direktes Verbot durch die Stadt vorgesehen, sondern es geht vielmehr um eine politische Initiative Richtung Bundesregierung. Parallel plane man auch die Unterstützung eines bereits vorliegenden Entschließungsantrags von Bremen im Bundesrat, welcher in eine ganz ähnliche Richtung ziele.

Von der Grünen-Mobilitätsexpertin Rosa Domm wurde zusätzlich angekündigt, dass man auch stärker gegen sogenanntes Autoposing vorgehen wolle: „Technisch manipulierte Fahrzeuge, aggressives Fahren und das absichtliche Erzeugen von Motorenlärm haben keinen Platz auf Hamburgs Straßen“. Hamburg verfügt hierfür zwar bereits über eine spezialisierte Polizeieinheit, doch durch klarere bundesweite Regeln soll dieser Einsatz zusätzlich gestärkt werden.

Quelle: ZEIT / dpa – Rot-Grün will künstlichen Motorsound bei E-Autos verbieten

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Arun Niemann

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Arun Niemann arbeitet nun seit 5 Jahren als Redakteur und Werbetexter und schreibt seit 2026 auch für Elektroauto-News.net. Dabei bringt ihn sein persönliches Interesse für makroökonomische Zusammenhänge und die bisherige redaktionelle Arbeit zu Finanz- und Wirtschaftsthemen, oft zu Beiträgen an der Schnittstelle zwischen Elektromobilität, Energiewende und Wirtschaft.

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